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Sonderausstellung im Museum Lauriacum 20. Mai – 7. November 2010 „Schiffer – Händler – Salzer – 12 pfennig oder der prawt rechtn schuech'
Die günstige Lage an den beiden Flüssen Enns und Donau sowie am Schnittpunkt wichtiger Verkehrswege hat die Entwicklung der römerzeitlichen Siedlung Lauriacum und der mittelalterlichen Stadt Enns in wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht entscheidend beeinflusst. Die seit der Urgeschichte nachweisbare Schifffahrt gewann im Mittelalter immer mehr an Bedeutung. Im Jahr 1566 war Enns der wichtigste Hafen an der Donau zwischen Passau und Wien. Der Salztransport auf der Donau wurde von 1340 bis 1826 im Ennser Hafen Enghagen abgewickelt und bildete einen entscheidenden Wirtschaftsfaktor für die Stadt. Abgaben im Handelsverkehr an der Donau sind in unserem Raum ab dem frühen 10. Jh. nachweisbar (Raffelstettener Zollordnung). Eine Mautordnung für Enns aus dem Jahr 1386 bietet einen Einblick in den damaligen Handelsverkehr, enthält aber auch die Bestimmung, dass „wer mit einer Braut über die Ennsbrücke fährt, er sei ein Bürger von Enns oder ein Gast, 12 Pfennig oder der Braut rechten Schuhg zu zahlen hat. Bei der Sonderausstellung sollen verschiedene Aspekte wie etwa Handel, Schifffahrt, Hafen und Salzhandel anhand von Exponaten, Darstellungen und Texten vorgestellt werden. Handelsgüter seit der Urgeschichte, historische Ansichten, beispielsweise der Donaubrücke nach Mauthausen aus dem 16./17. Jh. und des Salzhafens in Enghagen aus dem Jahr 1762, das Zunftzeichen der St. Anna-Zeche der Ennser Schiffer, das Werkzeug der Schopper (= Schiffbauleute) und das Modell eines Salzschiffes vermitteln einen Einblick in diese interessante Thematik.
Öffnungszeiten: Ab 1. Oktober 2010 Eintrittspreise (nur Sonderausstellung):
Ansicht des Ennser Salzhafens in Enghagen aus dem Jahr 1762
Büste des römischen Gottes Mercurius, Gewicht einer Laufwaage; gefunden in Enns; 2./3. Jh. n. Chr. |
Beitrag erstellt von: Reinhardt Harreither am: 19.05.2010 17:36:49